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22.5.2012 : 6:58 : +0200

Gemeindebrief

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Die Hand Gottes entdecken

Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern. So steht es in Psalm 90, 16.

Wie denn, liebe Leserin und lieber Leser? Wie bekommen wir sie gezeigt, seine Werke, seine Ehre? Durch das Mikroskop? Auch. Im Planetarium. Auch. Im Wald und auf der Heide? Auch. Dann also wären Naturforscher schon von Berufs wegen Christen und Waldspaziergänger Gottes Werken am nächsten?

Am Mikroskop und im Planetarium, im Wald und auf der Heide und unterm Sternenzelt kommen wir bestenfalls ins Staunen über die unbegrenzten Möglichkeiten der Natur, auch über die unbegrenzten Möglichkeiten unserer Erkenntnis und unserer Forschung: Wie weit haben wir es gebracht!

Aber es sind doch seine Werke! Sie gehören Gott. Er hält sie in der Hand. Erst wer die Hand entdeckt, sieht die Werke dieser Hand richtig. Denn er bedenkt, dass aus dieser Hand mehr kam als das, was wir unter dem Mikroskop und in der Natur entdecken. Das entscheidende Werk dieser Hand ist und bleibt, dass sie den Sohn losließ und sich an uns, den Geschöpfen, festklammerte. Wir sind aus Geschöpfen zu Kindern gemacht. Wer dieses Werk sah, dem tun sich die Blicke auf auch für die wunderbaren Werke unter dem Mikroskop, im Planetarium, im Wald und auf der Heide. Die bringen uns dann nicht nur ins Staunen, sondern in die Anbetung dessen, der so reich ist und uns so reich macht.

Pastor Frieder Lenger, Mitling-Mark

Mein Auge schauet, was Gott gebauet zu seinen Ehren und uns zu lehren,
wie sein Vermögen sei mächtig und groß.                               Paul Gerhardt