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22.5.2012 : 7:49 : +0200

Gemeindebrief

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Gott wirkt durch uns

 

MONATSSPRUCH MÄRZ 2008

Jesus Christus spricht: Ihr habt nun Traurigkeit;
aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, 
                  und eure Freude soll niemand von euch nehmen.   Johannes 16,22

In der letzten Woche hat mich etwas besonders bewegt. Es hing mit unserem Mitarbeiterabend zusammen. Zu Gast war Frau Krämer, über die der Kontakt zu den Gemeinden in Swasiland entstanden war (siehe auch weiter hinten, Seite 7). Sie hatte uns bei der Auswahl eines Hilfsprojektes geholfen, dem wir 2.500 Euro aus unserem Basar-Erlös zukommen lassen wollten. An diesem Abend wollten wir ihre Einschätzung der Lage dort hören.

Monika Krämer berichtete von Frau Busi Vilakazi. Weil diese die Not der vielen Waisenkinder sah, hatte sie einfach angefangen, für sie zu kochen. Da ihre eigenen Kinder schon groß waren, hatte sie Zeit und Kraft, sich um diese Kinder zu kümmern. Sie teilte das mit anderen, was sie besaß. Bald schon stellte sich heraus, dass diese Kinder nicht nur verpflegt werden mussten. In Gemeinschaftsarbeit konnte Frau Vilakazi einen Schlafsaal und eine Küche errichten. Von der Regierung wurde der Initiative ein Stück Land zur Verfügung gestellt, auf dem weitere Unterkünfte entstehen konnten. Aber Buzi Vilakazi ging weiter. Sie fand ein Ehepaar, das die Kinder unterrichtet. Durch die Bildung gibt es nun auch eine bessere Zukunft für die Kinder.

So waren 34 Kinder versorgt. Die Initiative um Buzi Vilakazi war froh, etwas für diese Kinder tun zu können, aber mit dieser Zahl war die absolute Grenze ihrer Belastbarkeit erreicht. Doch dann kamen 16 weitere Kinder dazu. Niemand konnte es übers Herz bringen, sie wegzuschicken. Die Mitglieder der Initiative dort fingen an zu beten. Sie brauchten Geld für Unterbringung und Verpflegung der Kinder, und sie sahen alle ihre eigenen Möglichkeiten erschöpft.

In diese Situation hinein kam der Anruf aus Deutschland: „Wir haben 2.500 Euro von einer Kirchengemeinde für euch bekommen, das Geld wird in den nächsten Tagen eintreffen“. Am anderen Ende der Leitung, in Swasiland, sprachen sie mit bewegter Stimme von einer Gebetserhörung. Das Geld käme im richtigen Moment. Zumindest für die nächste Zeit sei den Kindern geholfen.

Für mich war es ein sehr bewegender Augenblick, als Frau Krämer uns von diesem Telefonat erzählte. Es war einer dieser Momente, in denen ich das starke Gefühl habe: Gott bewirkt etwas durch uns. All die Menschen, die beim Basar dabei waren, in welcher Form auch immer, haben etwas dazu beigetragen, dass diese Kinder nun aufgenommen werden können und dass sie zumindest für den Anfang versorgt sind.

Als wir uns seinerzeit für das Projekt in Swasiland entschieden, war uns ja gar nicht bewusst, wie sehr das Geld dort gerade jetzt benötigt wird. Und zwei Fragen kommen mir in den Sinn: Wie oft mag Gott durch uns wirken, ohne dass wir es wissen? Und wie oft verpassen wir vielleicht auch Gelegenheiten, in denen gerade unsere Hilfe gefragt wäre? Ich bitte Gott, dass er uns die Augen dafür öffnet, wann und wo wir gefragt sind.

Und ich bin dankbar, dass wir den Schwestern und Brüdern im fernen Swasiland ein wenig helfen können. Mit meinen Gedanken und Gebeten bin ich in diesen Tagen bei Frau Vilakazi  und all denen, die sich dort für das Wohl der Waisenkinder einsetzen. Möge Gott ihre Arbeit segnen. Möge Gott diese Kinder behüten und ihre Zukunft segnen.

Mit einem Gruß in jedes Haus
Andreas Hannemann, Pastor