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22.5.2012 : 8:11 : +0200

Gemeindebrief

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Liebe

Es gibt keine größere Liebe,
als wenn einer sein Leben für seine Freunde gibt.
                                                                        
                                                                Johannes 15,13

Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht von einem zum andern. Die Älteren werden diesen Schlager —gesungen von Connie Francis —aus den 60er Jahren vielleicht noch kennen.

Über nichts wird so viel geredet, geschrieben und gesungen wie über die Liebe. Nichts kann Menschen so sehr erfreuen wie die erwiderte Liebe; nichts kann Menschen so sehr enttäuschen wie unerwiderte Liebe oder gar der Verrat der Liebe. Wenn die Liebe —wie im Schlager gesungen —allerdings nur zu einem Spiel wird, dann nimmt man sie nicht ernst, wird ihr nicht gerecht.

In der Bibel hat die Liebe einen sehr hohen Stellenwert. In dem alttestamentlichen Buch “Das Hohe Lied Salomons” finden wir eine einzigartige Sammlung von Liebesliedern. Im Neuen Testament wird von dem Doppelgebot der Liebe gesprochen (siehe Matthäus 22,37-40). Der Vers, der dem Monat März zugedacht ist, nimmt dies in eindrucksvoller Weise auf: Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde gibt (Johannes 15,13).

Eltern lieben ihre Kinder, ohne von ihnen eine Gegenleistung zu erwarten. Jeder, der Kinder hat, begleitet sie und möchte, dass es ihnen gut geht und sie ihr Leben erfolgreich gestalten können. Aber gerade dann, wenn die Entwicklung nicht so verläuft, wie wir uns das manchmal wünschen oder erhoffen, wird sich zeigen, was die Liebe —unsere Liebe —wert ist.

Gott liebt uns Menschen, so sehr, dass er uns den Weg zum Paradies nicht mehr verwehren will. Daher schickt er seinen Sohn, der uns mit Gott versöhnt und uns die Möglichkeit eröffnet, wieder ins Paradies zu kommen. Wir befinden uns mitten in der Passionszeit, der Zeit, in der wir des Leidens und Sterbens Jesu gedenken. Vielleicht gelingt es Ihnen, in dieser Zeit einmal innezuhalten, um zu erfahren, dass Gott sich in seiner Liebe zu uns wendet und zu erleben, wie Gottes Liebe bei uns wirkt.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Passionszeit.

Hans-Ludwig Köppen