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22.5.2012 : 8:33 : +0200

Gemeindebrief

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Musik und Zusammenhalt

Einsatz im Jahr 1970 -Albert Brunzema ist d.2.v.rechts
30 Jahre Mitgliedschaft - Ehrung im Jahr 1995 v.li.:P.von Czettritz,P.Hannemann,A.Brunzema
Die Urkunde - P.Hannemann und A.Brunzema
Der damalige Ausbilder - Jann Woortmann(Mi.)
Freuen sich gemeinsam - Ehepaar Brunzema

40 Jahre aktives Mitglied im Posaunenchor

Albert Brunzema war über 40 Jahre Mitglied in unserem Posaunenchor, davon 40 Jahre als aktiver Bläser. Im Jahr 2004 hat er aus gesundheitlichen Gründen aufgehört. Im Gottesdienst am Sonntag Jubilate bedachten wir sein Jubiläum und verabschiedeten ihn aus dem aktiven Dienst. Rückblickend habe ich das nachstehende Interview mit ihm geführt:

Andreas Hannemann: Herr Brunzema, Sie sind 1964 zum Posaunenchor gekommen. Erinnern Sie sich noch daran, wie es damals anfing?

Albert Brunzema: Im Jahr 1960 sind wir nach Flachsmeer gezogen, davor wohnten wir in Großwolde. Hier in Flachsmeer wurde dann erzählt, dass der Posaunenchor wieder eine neue Gruppe von Bläsern ausbildet. Das hat mich interessiert. So bin ich im Januar 1964 dazu gekommen. Wir waren insgesamt 9 oder 10 Schüler, ich war der letzte, der zu der Ausbildungsgruppe stieß, die anderen waren bereits ein paar Wochen zusammen.

Wer hat die Ausbildung seinerzeit geleitet.

Das war Jann Woortmann. Er hat das sehr gut gemacht. Und wir wohl auch. Jann sagte einmal, wir wären seine 'beste Kolonne'. Das Gute war auch, dass in unserem Kurs jede Stimme besetzt war. So konnten wir auch schon als 'Anfänger-Kurs' kleine vierstimmige Stücke spielen.

Welches Instrument haben Sie gespielt?

Ich bekam ein Flügelhorn. Zunächst spielte ich in der ersten Stimme. Später wechselte ich in die zweite. In der zweiten Stimme wurden seinerzeit noch dringend Spieler gesucht.

Haben Sie damals in den 60er Jahren auch schon aus Anlass von Altenge-burtstagen gespielt?

Ja, das haben wir schon immer. Damals mussten wir noch mit dem Fahrrad zum Einsatz, das war um einiges aufwändiger als heute. Wir haben auch zu anderen Anlässen gespielt. Am Ostersonntag zum Beispiel, morgens ab 6 Uhr. Da haben wir uns an verschieden Stellen in Flachsmeer und Völlenerkönigsfehn aufgestellt und zum Osterfest geblasen. Ich erinnere mich, dass manchmal sogar noch Schnee lag.

Gab es noch mehr Anlässe?

Am intensivsten war immer die Advents- und Weihnachtszeit. Das fing im Grunde genommen mit den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag an. Dann kamen der Totensonntag, die Altenadventsfeiern und jede Menge andere Einsätze, z.B. in den Gottesdiensten. Vieles war ja auch doppelt, da wir in Flachsmeer und Völlenerkönigsfehn spielten. Am Heiligen Abend hatten wir dann immer den perfekten Ansatz* (schmunzelt). Das waren zwar immer viele Termine, aber es war immer auch die schönste Zeit.

Gibt es einen Wunsch, den Sie dem Chor mit auf den Weg geben würden.

Eigentlich nicht; naja vielleicht doch dies: Neben der Musik ist der Zusammenhalt das Wichtigste. Wenn alle zusammenhalten, dann macht die Sache viel Spaß. Für mich war es jedenfalls eine große Freude dazuzugehören, und ich bin dankbar, dass ich solange dabei sein konnte.

Herr Brunzema, ich danke für dieses Gespräch.

*Durch regelmäßiges Spielen bekommt ein Bläser ein gute Lippenspannung = Ansatz