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22.5.2012 : 8:36 : +0200

Gemeindebrief

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Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über!

Liebe Leserin, lieber Leser! Sicherlich kennen Sie dieses Sprichwort. Bestimmte Eindrücke lassen sich nicht so einfach beiseite schieben. Wer etwas Schönes, Wunderbares erlebt hat, ist ganz beeindruckt davon und möchte alle Welt daran teilhaben lassen. „Man“ kann einfach nicht anders; es sprudelt dann einfach so heraus.

Wer von einer außergewöhnlichen Idee getragen wird, der lässt sich wohl nicht mit guten Worten davon abbringen. Selbst ein zu erwartender schwerwiegender Nachteil wird ihn kaum daran hindern, diese Idee in die Tat umzusetzen.

Petrus und Johannes stehen vor dem Hohen Rat, weil sie von der Auferstehung Christi erzählen. Die Pharisäer und Schriftgelehrten glaubten, diesen „Spuk“ beendet zu haben und sind ganz konsterniert, dass es hier ein paar Unerschrockene gibt, die es tatsächlich wagen, die Botschaft von der Auferstehung weiterzusagen. Allen Einschüchterungen zum Trotz verbreiten die Jünger die frohe Botschaft. Nicht mehr Angst, Hass und Neid sind das Bestimmende, sondern Liebe, Vertrauen und Vergebung.

Jesus hat den Jüngern die Liebe Gottes gepredigt und durch sein Vorleben gezeigt, wie Gottes Liebe in der Welt wirksam und verwirklicht werden kann. Gottes uneingeschränktes Ja zu uns Menschen wird in Jesus Christus bekräftigt. Nicht mehr Verbote beherrschen die Menschen, sondern das freiwillige Tun in der Gemeinschaft der Gläubigen bestimmt das Leben.

Wer so von seinem Glauben “ beseelt” ist, wessen Herz so von der Liebe Gottes er- und gefüllt ist, der kann mit den Worten von Petrus und Johannes sprechen: „Wir können es ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.“ Apostelgeschichte 4,20

Ich wünsche uns, dass wir die Liebe Gottes erfahren und erleben und unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen teilen können.

Hans-Ludwig Köppen