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22.5.2012 : 8:40 : +0200

Gemeindebrief

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Gehen zu mehreren Stationen - die Teilnehmer auf dem Weg
Am Karfreitag nach dem Gottesdienst - Gruppenfoto vor der Kirche

InKontakt-Ecke: Kreuzwegtage in Flachsmeer

Ich sitze in der Kirche, direkt vor dem Altar auf Kissen, alles um mich herum ist still und dunkel, nur ein paar Kerzen in den Bankreihen leuchten und schenken mir Licht, um in der Bibel lesen zu können. Ich lese die Passionsgeschichte und versuche, mich in die Menschen von damals zu versetzen. Denke über die Geschichte nach und bilde mir ein Urteil.
Ich spreche zu Gott und bin ganz nah bei ihm. Ich mache mir auch Gedanken zu Bildern, die auf dem Boden liegen, beispielsweise: Jesus vor Pilatus, wie Jesus sein Kreuz auf sich nimmt und wie er ans Kreuz geschlagen wird. Oder ich nehme mir die Gitarre und singe ein paar Lieder.
So oder so ähnlich verbrachten die Jugendlichen aus den InKontakt-Gemeinden ihre Nachtwache in der Kirche, als sie unsere Kreuzwegtage besuchten. In jeder Stunde von 21 Uhr bis 6 Uhr waren immer mindestens zwei Personen von uns in der Kirche und hielten „Wache“. Für die übrigen bestand zur gleichen Zeit die Möglichkeit zu schlafen, Filme zu gucken, zu spielen oder zu singen.
Am Karfreitag ging es dann nach dem Gottesdienst auf unseren „Kreuzweg“. Auf diesem Weg nahm jeder mal das Kreuz auf sich und ging damit einige Meter, was uns an Jesus und seinen Weg nach Golgatha erinnern sollte. Wir durchliefen auf unserem Weg sieben Stationen, von Jesu Verurteilung bis Jesu Grablegung, an denen wir hielten, eine Geschichte oder Andacht hörten, beteten, sangen und auch still waren. An beiden Tagen, Gründonnerstag und Karfreitag, hatten wir auch mit dem Wetter viel Glück, und so wurden die Tage zu einem schönen Erlebnis mit manch gutem Gedanken. Ich danke allen, die bei der Vorbereitung und Durchführung mit Rat und Tat zur Seite standen.

Sören Buurmann