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22.5.2012 : 8:57 : +0200

Gemeindebrief

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Mit dem Aufgang der Sonne ...

Unsere Kirche - erleuchtet von der aufgehenden Sonne und dem Licht der Kerzen
Die Osterkerze 2010

saßen wir auch in diesem Jahr am Ostermorgen wieder in unserer Kirche. Ich bin in jedem Jahr wieder von neuem von der Stimmung eines solchen Gottesdienstes überrascht: Aus der dunklen, stillen Nacht füllt die Kirche sich langsam mit Menschen.

Nur wenige kleine Lampen tauchen das Kirchenschiff in ein diffuses Licht. Unsere kleine Glocke erklingt aus der Ferne und ist im Inneren der Kirche nur schwach zu vernehmen. Ihre Schläge werden langsamer und leiser, und nachdem es einen Moment ganz ruhig geworden ist, setzt die Musik des achtköpfigen Chores ein.

Wir lauschen traditionellen und modernen Liedern, vernehmen die alten Texte von der Schöpfung und dem Ostermorgen, singen die Lieder, die Christenmenschen zum Teil seit Jahrhunderten an diesem Tag begleiten und hören auf die Botschaft von Ostern. Der Chor trägt mit seiner Musik ganz besonders zur Atmosphäre bei. Mit der Osterkerze kommt das Licht in unsere Kirche, Sinnbild für die Hoffnung, die unserem Leben Kraft und Helligkeit gibt.

Als wir die Kirche verlassen, sehe ich trotz der frühen Stunde (es ist kurz vor sieben Uhr) nur fröhliche Gesichter. Das Osterlachen spiegelt sich in ihnen wider und scheint sich trotz mancher Müdigkeit nicht vertreiben lassen zu wollen. So ist es dann auch beim Frühstück.

Lange sitzen wir noch fröhlich zusammen. Sinnen dabei auch über den Gottesdienst nach und danken denen, die alles so wunderbar vorbereitet haben. Letzteres will ich auch an dieser Stelle tun: Es ist ein Geschenk für alle, die an einem solchen Morgen dabei sein können; habt herzlichen Dank dafür.

Andreas Hannemann