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23.5.2012 : 3:27 : +0200

Gemeindebrief

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Super vorbereitet und ruhender Pol

Abschied - Pastor A.Hannemann, Angelika Meyer

Verabschiedung von Küsterin Angelika Meyer

Am Sonntag, dem 18. Oktober, verabschiedeten wir Angelika Meyer nach gut 15 Jahren aus ihrem Dienst als Küsterin in unserer Gemeinde. Elise Collmann hielt für den Kirchenvorstand eine Rede, in der sie mit Anerkennung und Dank auf diese Zeit zurückblickte. Wir veröffentlichen an dieser Stelle den Text ihrer Rede:

Liebe Gemeinde, heute müssen wir offiziell jemanden verabschieden, den wir vor 15 Jahren eingestellt haben. Sie wissen jetzt natürlich alle, wen ich meine: unsere Küsterin Angelika Meyer!

Liebe Angelika, im Gemeindebrief vom April 1994 fand ich die knappe Mitteilung, dass der Kirchenvorstand auf seiner Sitzung am 5. April beschlossen hatte, Dich als Nachfolgerin von Lini Brassmeier zur Küsterin zu bestellen.

In dem Hinweis auf die erforderliche Stellenneubesetzung hatte es ganz unverfänglich geheißen, dass folgende Tätigkeiten auszuführen seien:

  • Lüften und Heizen der Kirche für Veranstaltungen
  • Vorbereitung der Kirche für Veranstaltungen aller Art (einschließlich Blumenschmuck auf dem Altar)
  • Läuten der Glocken zu besonderen Anlässen
  • Wochenarbeitszeit: 4 Stunden
  • (Die Vorbereitung der Kassettenaufnahmen der Gottesdienste kam später noch hinzu)

Wenn’s mehr nicht ist! Es war mehr. Aber lassen wir Revue passieren: Mai 1994 Dienstaufnahme: Schnell warst du mit Deiner neuen Tätigkeit vertraut. Alles lief bestens. Bald übertrugen wir Dir deshalb auch die Reinigung von Kirche und Gemeindehaus, als nämlich diese Arbeit neu vergeben werden musste.

1998: Renovierung der Kirchenheizung: Das bedeutete unglaublich viel Schutt, Dreck und Staub. Und Angelika? Die blieb, man glaubt es kaum, dabei ganz gelassen.

2004: Umbau und Neubau des Gemeindehauses: Ich mag gar nicht mehr daran denken, wie es damals in der Kirche und im alten Gemeindesaal aussah. Doch Angelika mit ihrem enormen Organisationstalent und schon fast zahllose Helfer bekamen das Chaos – anders kann ich es nicht bezeichnen – zügig in den Griff. Und was noch viel bedeutsamer war: Angelika brachte wesentliche Vorschläge für die Gestaltung und die Ausstattung der Küche ein. Davon werden wir zehren, so lange es diese Küche gibt.

Übrigens Küche: Selbstverständlich vergaß Angelika nie, erforderliches Ersatzgeschirr anzuschaffen. Aber zu welchen Bedingungen? Ein Sonderangebot, und schon war sie unterwegs. Und Deko-Artikel? Für Angelika doch keine Frage! Die hatten da zu sein, und sie hatte sie einfach da.

Das, liebe Gemeinde, waren die ganz dicken Brocken, die so im Laufe der Jahre anfielen. Daneben, nein, vor allem gab es wirklich laufend größere und tausend „kleinere“ Anforderungen an Angelika.

  • Da fallen mir spontan die zahlreichen größeren Teetafeln ein, so z. B.
  • bei der Einweihung des neuen Gemeindehauses
  • bei den Basaren
  • bei den Alten-Adventsfeiern
  • bei den monatlichen Tee-Söndagen

Immer, liebe Angelika, hattest Du alles super vorbereitet. Du warst der ruhende Pol in der Küche, obwohl immer alle bei jeder Kleinigkeit nach Dir riefen.

Das Folgende muss ich bei dieser Gelegenheit auch noch eben loswerden: Dass die Senioren bei unserer Adventsfeier selbstgebackenen Kuchen bekommen, geht auf Angelikas Vorschlag zurück. Sie wusste, dass die Senioren bei der Adventsfeier des Ortsrates Butterkuchen angeboten bekommen. Da wäre es doch schön, meinte sie, wenn die Kirchengemeinde bei ihrer Seniorenadventsfeier tags darauf selbstgebackenen Kuchen anbieten würde.

Dieser Meinung schloss sich der Kirchenvorstand an, und seit der Zeit gibt es zu unserer Senioren-Adventsveranstaltung vom Kirchenvorstand gebackenen Kuchen. Und wer steuerte in all den Jahren jeweils gleich zwei Kuchen bei? Angelika natürlich! Toll!

Liebe Gemeinde, diese Dinge und auch die Beschreibung der Aufgaben einer Küsterin, wie ich sie vorhin benannte, fallen offenkundig in die Gruppe der tausend „kleinen“ Anforderungen.

Gerade sie, die so genannten „kleinen“ Aufgaben, erfordern viel Zeit und verlangen manche Überlegung, die man auf den ersten Blick gar nicht vermutet. Ratlos erlebten wir Angelika nie, und so hat denn jeder das Gefühl, Angelika macht das mit „links“.

Liebe Angelika, Du bist ein Mensch mit vielen Fähigkeiten. Im Verlaufe der 15 Jahre haben wir immer mehr schätzen gelernt: Dein freundliches Wesen, Deine Hilfsbereitschaft, Deinen Ordnungssinn, Deine Sauberkeit, Deine Zuverlässigkeit, Deine Ideenvielfalt und  Dein Mitdenken bei so vielen Gelegenheiten.

Deshalb sind wir auch traurig, dass Du jetzt gehst. Aber wir verstehen auch, dass Du Dich noch anderen, auch für Dich sehr wichtigen Aufgaben stellst.

Wir wissen, dass Du für das Reilstift eine große Bereicherung bist. Wir danken Dir von Herzen für Deine unserer Kirchengemeinde geschenkte Zeit und wünschen Dir für die Zukunft alles Gute und Gottes Segen für Deine neuen Aufgaben.

Zum Schluss möchte ich noch einen weiteren besonderen Dank abstatten. Er gilt Deinem Mann Johann. Ohne zu murren hat er es über die 15 Jahre ertragen, wenn Du mal wieder länger und mehr in unserer Kirche zu tun hattest als vorher angekündigt. Danke, Johann!

Elise Collmann