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23.5.2012 : 3:55 : +0200

Gemeindebrief

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Angekommen in Riede

Gudrun Schwabe

Gudrun Schwabe wird ordiniert

Noch streichen die Maler die letzten Decken, und im Badezimmer im ersten Obergeschoss muss noch neu gefliest werden. Die neuen Fenster für die Küche sind auch noch nicht da, und so werden wir die ersten Wochen provisorisch nebenan im Gemeindehaus kochen müssen, bevor unsere eigene  Küche einsatzbereit ist. Im großen Garten ist viel zu tun, bevor wir abends in Ruhe auf der Terrasse sitzen können. Ich habe schon mal einen Nachmittag lang das schöne Spätsommerwetter genutzt und die ersten Dinge erledigt. Das schöne Pfarrhaus in Riede im äußersten Westen des Landkreises Verden wird für die nächsten drei Jahre das Zuhause von mir und meinem Freund Florian sein.

Mit 75% meiner Stelle werde ich das Pfarramt in Riede zum ersten Oktober übernehmen, mit dem restlichen Viertel bin ich im Sprengel Stade damit beschäftigt, meine Erfahrungen aus Jerusalem an die Gemeinden weiter zu geben. Die St. Andreas-Kirche in Riede ist ein wahres Kleinod aus dem Mittelalter, die Fresken an der Decke stammen aus dem 14. Jahrhundert. Auf der Fräulein-Empore saßen früher die unverheirateten Frauen, im 17. Jahrhundert schenkte ein bedeutender Mann aus der Region der Kirche die Kan-zel mit den zierlichen Schnitzereien aus Holz. Die trutzige kleine Kirche mit den dicken Wänden wurde im Laufe der Jahrhunderte immer wieder erweitert; von außen kann man die verschiedenen älteren und jüngeren Teile des Gebäudes gut unterscheiden. Verwitterte alte Kreuze stehen auf dem Friedhof um die Kirche herum. Im Garten des Ge-meindehauses hängen die Apfelbäume voller Früchte.

Die Gemeinde ist lebendig und relativ jung, neben Männer-Kochclub und Jugendgruppe gibt es eine ganze Reihe von Gruppen und Kreisen, die sich regelmäßig treffen. Langsam fange ich an, das Dorf und seine Menschen um mich herum zu entdecken. Durch die Nähe zu Bre-men wohnen viele junge Familien hier. Riede konnte sich aber dennoch seinen dörflichen Charakter gut bewahren. Um unser Pfarrhaus herum stehen einige schöne alte Fachwerkhäuser.

Ein wenig seltsam fühlt es sich schon an, nach so langer Zeit meine Kisten wieder auszupacken, und so ganz einfach wird es wohl nicht werden, meinen Alltag in der Gemeinde und meine Erfahrungen aus Jerusalem gut zusammen zu bringen. Dennoch freue ich mich auf meine Arbeit und vor allem auf meine Ordination, zu der ich Sie alle herzlich einlade:

Am Sonntag, 4. Oktober 2009 um 16.00 Uhr in der St. Andreas-Kirche in Riede.

Viele Grüße aus Riede,
Gudrun Schwabe

Falls Sie an einer Fahrgemeinschaft nach Verden zum Ordinationsgottesdienst
interessiert sind, bitten wir, sich bis zum 30.9.2009 im Pfarramt, Tel.: 04955/972097,
und danach bei Kirchenvorsteherin Renate Feldick, Tel.: 04961/76537,  zu melden.                                                

Der Kirchenvorstand