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23.5.2012 : 3:56 : +0200

Gemeindebrief

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Reise in die Vergangenheit

Drücken noch einmal die Schulbank - Ella Kannegießer und Martha Bluhm
Auch sie mussten noch mal auf die Schulbank - Anni Woortmann und Else Hafer
Aufstellung zum Gruppenfoto - auf der Bühne des Dörpmuseums Münkeboe
Bestaunt alte Fotos - Hans Ludwig Köppen (re.)
Vor knapp 60 Jahren - H.-L. Köppen (v.li.)

Fahrt des Altenkreises nach Münkeboe

Mitte September machte sich unser Altenkreis auf in das Dorf Münkeboe. Die Fahrt begann, als wir in unserem fast neuen und gepflegten Reisebus Platz nahmen. Schon die Fahrt war von der ein oder anderen Sehenswürdigkeit rechts und links der Straße geprägt. Hans-Ludwig Köppen, der seine Kindheit in Münkeboe verbracht hatte, konnte uns auch unterwegs schon den einen oder anderen Hinweis auf die Geschichte dieses Ortes geben.

Ob der Name dabei nun von einem Kloster (Mönchs-Bau) oder der Behausung des Siedlers Münk (Münk sien Bau) stammt, musste er allerdings offen lassen.

Unser Ziel in Münkeboe war das Dörpmuseum, und hier gerieten wir wahrhaft ins Staunen und Schwärmen. In liebevoller Arbeit hat der dortige Museumsverein ein wirkliches Kleinod geschaffen. In über 10 Gebäuden wird das Leben anschaulich dargestellt. Alle Gebäude wurden im Museumsdorf neu errichtet. Dazu wurden jedoch überwiegend alte Pläne und Baumaterialien verwendet. So finden sich dort eine Schule, ein 'Tante-Emma-Laden', die Stellmacherei und die Schmiede, eine Wohnküche, eine Kneipe und alles andere, was zu einem richtig ostfriesischen Dorf gehört hat. In jedem Gebäude, das wir besichtigten, staunten wir neu über die Detailtreue, mit der alles mit Original-Gegenständen aus alter Zeit arrangiert war.

Die fachkundige Leiterin, die Hans-Ludwig Köppen noch aus Kindertagen kannte, führte kurzweilig und bestens informiert durch das  Museum. In der Dorfschule verriet sie uns sogar, was unser Diakon als Kind so “auf dem Kasten” hatte, denn die Schultaschen in ganz alter Zeit waren tatsächlich aus Holz gefertigte Kästen.

Nach leckerem Tee mit Krintstuten brachen wir zur Heimreise auf. Dass die Führung in den Störtebeekerturm in Marienhafe aufgrund eines Missverständnisses ausfallen musste, war nach dem eindrücklichen Besuch des Dorfmuseums nicht weiter schlimm. Unser Busfahrer entschädigte uns mit einem kleinen Abstecher zum Sperrwerk, das wir bei dieser Gelegenheit zumindest vom Bus aus in Augenschein nehmen konnten. So lagen Altes und Neues an diesem Tag dicht beieinander. Herrn Köppen, der die Fahrt federführend vorbereitet hatte, sagen wir an dieser Stelle unseren herzlichen Dank.

Andreas Hannemann