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23.5.2012 : 4:21 : +0200

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Wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
                                                                          Lukas 12,34

Um ein richtiger Schatz zu sein, muss das Geliebte schon etwas wert sein. Ich hänge so sehr daran. Ein Schatz für mich. Ich verliere mein Herz daran. Ich denke oft, ich denke gerne daran. Ein Schatz muss objektiv etwas wert sein. Ich achte, ich liebe eine Person oder eine Sache. Sie wächst mir ans Herz. Für den Einzelnen wird so das Geliebte zu einem richtigen Schatz. Wo nämlich mein Schatz ist, da wird auch mein Herz sein.

Was mir ans Herz wächst, was ich liebe, dafür nehme ich mir Zeit. Wer ehrlich hinsieht, wird dieser Ansicht zustimmen. Es gibt eine Menge Dinge, an die wir unser Herz hängen können. Reichtum, Schönheit, Geld und Kleidung, Einfluss und Arbeit oder Hobbys, Menschen, Ehre. Und wir drehen uns im Kreis, immer um diese Dinge herum. Sind wir gefangen von diesen Dingen, von unseren Schätzen? Wie auf einem Karussell. Wenn es sich erst einmal dreht, muss ich warten, bis es sich ausgedreht hat, wieder in den Stillstand kommt.

Was mir ans Herz wächst, was ich liebe, dafür nehme ich mir Zeit. Gilt das bei mir auch für Gott, für das Beten? Ich kenne Christen, die sich vor einigen Monaten, und jetzt immer noch, viele Sorgen machten um ihr Geld. Es ist natürlich ganz schön, wenn auf meinem Konto auch schwarze Zahlen stehen. Doch wer von uns kann durch Geld oder Sorgen der eigenen Lebensdauer eine Spanne hinzusetzen? „Und wenn das Geringste nicht in eurer Macht ist", sagt Jesus, „was sorgt ihr euch dann um das andere?" Sorgen ist in Ordnung, wenn es richtiges Sorgen ist.

Erich Franz