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23.5.2012 : 5:09 : +0200

Da, wo wir ihn brauchen

Die Jahreslosung wird uns noch das ganze Jahr über begleiten, aber ganz besonders passt sie doch jetzt, am Anfang eines neuen Jahres. Das Jahr 2007 hat gerade begonnen, und noch fühlt es sich auch ganz neu an. Die Zahl 2007 schreibt sich noch ganz ungewohnt, ich werde bestimmt noch einige Male rein aus Gewohnheit 2006 schreiben. Und so mancher von uns hat gute Vorsätze für das neue Jahr. Die Stimmung von einem Neuanfang liegt in der Luft. 

Ein bisschen vergleichbar ist ein Jahr immer mit  einem Terminkalender, in den man zu Beginn des Jahres neue Einlegeblätter heftet: Die Blätter sind noch weiß und unbeschrieben, sie fassen sich noch ganz neu an, und wenn man die Plastikhülle entfernt, steigt einem der Geruch von frischem Papier in die Nase. So fühlt sich das neue Jahr auch zunächst an: Neu und noch unbenutzt.

Aber der Kalender bleibt ja nicht weiß, sondern er füllt sich im Laufe der Zeit: Neue Termine werden abgemacht, Pläne für das Jahr erstellt und in den Kalender eingetragen. Und so füllt sich der Kalender allmählich mit Einträgen.

So ist es auch mit diesem neuen Jahr 2007: Es füllt sich allmählich, wie es in der Jahreslosung steht: Wir erleben eine Menge Dinge, wir begegnen neuen und alten Bekannten und Freunden, und allmählich verändern wir uns. Und Gott begleitet uns auf diesem Weg, wie es auch die Jahreslosung sagt. Aber in der Losung heißt es: Gott will „ein Neues“ schaffen. Nicht nur „Neues“, sondern ein bestimmtes "Neues". 

Ich habe mich unwillkürlich gefragt; Ja, was denn? Wovon will Gott denn ein Neues schaffen? Und je länger ich über diese Frage nachgedacht habe, desto mehr bin ich der Meinung, dass das ganz bewusst offen bleiben muss. Es gibt sehr viele verschiedene Dinge, die neu gemacht werden müssten, und jedem von uns ist etwas Anderes dabei wichtig.

Die Losung begrenzt nicht, sondern sie macht uns bewusst, dass Gott überall Neues schafft, eben genau da, wo wir ihn brauchen. Jeder von uns kann dabei an das denken, was ihm besonders wichtig ist, das, was im Jahr 2007 neu geschaffen werden müsste. Und jeder von uns kann sich mit der Jahreslosung darauf verlassen, dass Gott ihm beistehen wird.

Gudrun Schwabe